Das Land Niedersachsen hat im Rahmen seiner Klimaanpassungsstrategie ein zentrales Hochwasserschutzprojekt gestartet: Ein neues Rückhaltebecken (HWRB) östlich von Bornhausen im Landkreis Goslar soll künftig kritische Hochwasserereignisse abfangen. Laut dem Niedersächsischen Umweltministerium wird das Bauwerk mit rund 18 Millionen Euro finanziert und hat ein geplantes Volumen von etwa 810.000 Kubikmetern.

Projektumfang und Kosten

Der offizielle Startschuss fiel am Mittwoch beim Spatenstich in Bornhausen, wo Umweltminister Christian Meyer das Vorhaben persönlich präsentierte.

Technische Details des Rückhaltebeckens

Mit einem Fassungsvermögen von rund 810.000 Kubikmetern soll das HWRB die Wasserstände an der Schildau und der Nette deutlich reduzieren. Das Becken ergänzt ein bereits bestehendes Rückhaltebecken an der Nette südlich von Rhüden, sodass ein abgestimmtes Netzwerk entsteht.

Beteiligte Akteure und Planung

Die Umsetzung wird vom Hochwasserschutzverband Innerste gemeinsam mit den betroffenen Kommunen und dem Land koordiniert. Durch diese enge Zusammenarbeit konnte die Genehmigung bereits im Oktober 2024 erfolgen.

Erwartete Schutzwirkung

Laut den Angaben des Ministeriums soll das neue Rückhaltebecken Hochwasserspitzen wirksam reduzieren und damit Überflutungen in Bornhausen, Rhüden sowie den umliegenden Gemeinden verhindern. Minister Meyer verwies zudem darauf, dass durch die zunehmende Häufigkeit von Extremwetterereignissen wie Starkregen und Hochwasser aufgrund der Klimakrise solche Investitionen immer wichtiger werden.

Was das für Verbraucher bedeutet

Für die Bewohnerinnen und Bewohner sowie Unternehmen in den betroffenen Ortsteilen bedeutet das Projekt ein erhöhtes Maß an Sicherheit gegen Überschwemmungen. Weniger häufige und weniger schwere Hochwasserereignisse reduzieren das Risiko von Sachschäden, Unterbrechungen der Wasserversorgung und Lebensmittelverlusten. Gleichzeitig stärken stabile Infrastrukturen das Vertrauen in die regionale Versorgungskette, was langfristig zu mehr Planungssicherheit für Haushalte und Betriebe führt.