Geplanter Deckel für Festbiomasse
Dieser Vorschlag würde die Nutzung von Holzheizungen im Privatsektor deutlich bremsen.
Reaktion des Fachverbands Holzenergie
Der Fachverband Holzenergie (FVH) weist den Entwurf entschieden zurück. Bücheler betont zudem die aktuelle Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen – rund 80 % der Wärmeerzeugung seien noch immer fossil – und fragt nach einer Begrenzung von Öl und Gas statt Holz.
Wie stark wäre ein härterer Deckel?
Laut dem Leak war zunächst auch ein rigoroserer Ansatz diskutiert worden, bei dem die Anrechnung von Festbiomasse in Privathaushalten um 20 % unter das Niveau von 2024 gesenkt werden sollte. Dieser Vorschlag wurde jedoch verworfen, weil er laut Abschätzung zu vielen EU‑Mitgliedstaaten das Erreichen ihrer Klimaziele im Biomassebereich gefährdet hätte.
Weitere geplante Anpassungen im Bioenergiebereich
Zusätzlich soll eine Obergrenze für Sprit aus Anbaubiomasse harmonisiert werden.
Hintergrund: RED III und EU‑Energieziele
Der Entwurf ist Teil einer Folgenabschätzung zur Weiterentwicklung der Erneuerbare‑Energien‑Richtlinie (RED). Ziel der EU ist es, den Anteil erneuerbarer Energien bis 2030 zu erhöhen – ein Vorhaben, das laut FVH durch die geplante Begrenzung von Holzenergie gefährdet sein könnte.
Was das für Verbraucher bedeutet
Für Hausbesitzer, die aktuell eine Hackschnitzel‑ oder Pelletsheizung betreiben, könnte der Vorschlag bedeuten, dass künftig weniger Heizleistung aus Holz als „erneuerbar“ anerkannt wird. Das kann zu geringeren Förderungen und möglicherweise höheren Kosten für den Umstieg auf alternative Heizsysteme führen. Verbraucher sollten daher die weitere Entwicklung des EU‑Entwurfs beobachten und gegebenenfalls frühzeitig prüfen, welche Förderprogramme noch verfügbar sind.