Am 5. Oktober 2026 hat die niedersächsische Landesregierung ein ambitioniertes Wiederbewaldungs‑ und Waldentwicklungsprogramm für den Harz beschlossen (NDR Niedersachsen). Das zehn‑jährige Vorhaben ist mit rund 130 Millionen Euro finanziell ausgestattet und soll die seit 2018 durch Stürme, lang anhaltende Dürre und Borkenkäfer entstandenen Waldschäden nachhaltig beheben.
Finanzierung und zeitlicher Rahmen
Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf etwa 130 Millionen Euro, wobei der Großteil aus zweckgebundenen Rücklagen der Landesforsten (NLF) stammt; der Rest wird über einen Wirtschaftsförderfonds des Landes bereitgestellt (NDR Niedersachsen). Die Laufzeit ist auf zehn Jahre festgelegt, sodass die Mittel gleichmäßig über den Zeitraum von 2026 bis 2036 verteilt werden können.
Umfang der Wiederaufforstung
Nach Angaben der NLF sollen rund 30 000 Hektar geschädigter Waldflächen im Harz langfristig zu artenreichen Mischwäldern umgestaltet werden (NDR Niedersachsen). Ziel ist es, mindestens zwei Drittel der neu gepflanzten Bestände aus Laubbäumen bestehen zu lassen. Geplant sind insbesondere Buchen, Bergahorne, Lärchen, Tannen und Douglasien, die besser an veränderte Klimaverhältnisse angepasst sind.
Umsetzung und Beteiligung
Seit der ersten Planungsphase haben die NLF bereits Zehntausende Bäume im Harz neu gepflanzt. Für die weitere Durchführung sollen Forstarbeitende sowie freiwillige Helfer aus Bergwaldprojekten aktiv eingebunden werden (NDR Niedersachsen). Die Forstministerin Miriam Staudte (Grüne) betonte, dass das Projekt nicht nur der Wiederherstellung von Waldflächen, sondern auch der Schaffung klimaresistenter Ökosysteme dienen soll.
Erwartete ökologische Effekte
Durch die Umwandlung in artenreiche Mischwälder wird erwartet, dass die Biodiversität im Harz steigt und die Widerstandsfähigkeit gegenüber zukünftigen Sturmschäden, Dürreperioden und Insektenbefall verbessert wird (NDR Niedersachsen). Die Mischung aus Laub- und Nadelbäumen soll zudem die Kohlenstoffbindung erhöhen und damit einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.
Was das für Verbraucher bedeutet
Für Verbraucherinnen und Verbraucher hat das Wiederaufforstungsprogramm direkte und indirekte Konsequenzen. Erstens wird langfristig ein stabilerer Markt für Holzprodukte aus dem Harz erwartet, weil gesunde Mischwälder nachhaltiger wachsen und weniger anfällig für Ernteausfälle sind. Zweitens können sich die regionalen Freizeitangebote im Harz durch ein gesünderes Waldökosystem verbessern, was insbesondere für Wanderer, Radfahrer und Naturliebhaber von Vorteil ist. Drittens unterstützt das Projekt die regionale Wirtschaft, weil lokale Forstarbeiter und freiwillige Helfer beschäftigt werden – ein Faktor, der sich positiv auf die Kaufkraft in den betroffenen Landkreisen auswirkt.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das zehnjährige, mit 130 Millionen Euro dotierte Wiederbewaldungsprogramm der niedersächsischen Landesregierung ein zentrales Element der langfristigen Wald- und Klimapolitik des Bundeslandes darstellt. Durch die gezielte Umgestaltung von rund 30 000 Hektar geschädigtem Wald in artenreiche Mischwälder soll nicht nur die ökologische Resilienz gesteigert, sondern auch ein stabiler Rahmen für die regionale Holzwirtschaft und den Naturschutz geschaffen werden.