Auf dem Donnerstag, 12. Oktober 2026, griffen linke Aktivisten und Milcherzeuger in Bremen und Berlin mit energischen Aktionen gegen ihre jeweiligen politischen Ziele: Während von Bremener Protestantengruppen Pferdemist vor dem CDU-Büro abgeladen wurde, demonstrierten Bauern vor dem Reichstagsgebäude zu Berlin.
Die Aktivisten in Oldenburg protestierten gegen die mutmaßliche Beteiligung der CDU an der Wahl des AfD-Landtagspräsidenten in Sachsen-Anhalt. Die Gruppe "Interventionistische Linke und Widersetzen" teilte mit, dass es bundesweit ähnliche Aktionen vor CDU-Parteibüros gab – unter anderem in Hamburg und Hannover. Auf einem Transparent in Hamburg wurde die CDU als Faschistenbegründer kritisiert. In Bremen hing ein beleidigendes Transparent auf, das die Partei zufolge normalisieren würde, dass rechtsextreme Politik zur Macht kommt.
Das ist nicht das erste Mal
Zitierte die Gruppe: "Die konservative Partei hat bereits mehrfach rechtsextremer Politik zur Macht verhelfen und normalisieren können." Die Polizei ermittelte weiter, ob Gewalt oder Rechtswidrigkeiten beobachtet wurden. In der CDU-Fraktion in Sachsen-Anhalt wurde beschlossen, bei der bevorstehenden Wahl des AfD-Kandidaten Ulrich Siegmund zum Ministerpräsidenten den Plenarsaal zu verlassen.
Die Weideprämie ist im Visier
Am selben Tag, 15. Oktober 2026, rückten die Milcherzeuger in Deutschland in Aktion, um gegen die geplante Streichung der Weideprämie zu protestieren. In einer Demonstration vor dem Bundestag kritisierten sie, dass das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft im GAP-Direktzahlungen-Gesetz darauf verzichten würde, neue Öko-Regelungen bis 2027 einzuführen.
Die AbL (Allgemeine Bauernverbände) hatte gemeinsam mit Aktion Agrar und weiteren Verbänden zur Kundgebung aufgerufen. Demonstranten wie Othmar Ilchmann, Landwirt und Milcherzeuger aus Südniedersachsen, berichteten über die wirtschaftlichen Herausforderungen der Weidehaltung. Er betonte, dass die Milchleistung pro Kuh auf der Weide 1000 Liter geringer sei als bei intensiver Stallhaltung.
Laut Othmar Ilchmann müssten für Weidemilch also fünf Cent mehr je Liter gezahlt werden, um den wirtschaftlichen Nachteil auszugleichen. Allerdings lasse sich dieser Mehrpreis auf dem Markt nicht zuverlässig erzielen. Tissen, außerfamiliäre Hofnachfolgerin auf Hof Luna in Südniedersachsen, betonte die Bedeutung der Weide für Tierwohl und Artenvielfalt.
Was das für Verbraucher bedeutet
Für Verbraucher bedeutet dies hauptsächlich Stabilität in der Milchproduktion. Wenn die Weideprämie gestrichen wird, könnte es zu einem Rückgang der Weidehaltung führen und damit möglicherweise zur Verschiebung des Wettbewerbs auf andere Haltungsformen. Dies würde sich direkt auf den Preis und die Qualität der Milch auswirken.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Verbraucher mitverantwortlich sind für die Unterstützung dieserhaltungsfreundlicher Praktiken durch ihre Kaufentscheidungen. Die Beibehaltung oder Einführung von Weideprämien könnte somit dazu beitragen, die Vielfalt der Milchproduktion und damit den Wohlstand der landwirtschaftlichen Gemeinschaft zu stärken.