Holz & Zaunbau

Weidezaun Komplettpaket — alles aus einer Hand

Einen Weidezaun zu planen bedeutet normalerweise: Pfähle kalkulieren, Querriegel bestellen, Schrauben zusammensuchen, Zuschnitt organisieren — und hoffen, dass am Ende nichts fehlt. Das Komplettpaket von Naturhandel Nord nimmt Ihnen diese Arbeit ab: Sie bekommen alles, was Sie brauchen, in einer Lieferung, zu einem kalkulierbaren Meterpreis. Dieser Ratgeber erklärt, was im Paket enthalten ist, wie die Staffelpreise funktionieren und für wen sich das Komplettpaket lohnt.

Was steckt im Komplettpaket?

Das Weidezaun Komplettpaket enthält vier Komponenten:

Nicht enthalten: Werkzeug (Erdbohrer, Akkuschrauber), Draht oder Elektrolitzen, Tore, Lieferkosten (bei Speditionsversand). Einen Benzin-Erdbohrer können Sie bei uns für 25 EUR/Tag dazu mieten.

Staffelpreise: Je mehr, desto günstiger

Bestellmenge Preis pro laufenden Meter Beispiel
Ab 50 lfm 6,50 EUR/m 50 m = 325 EUR
Ab 100 lfm 6,00 EUR/m 100 m = 600 EUR
Ab 200 lfm 5,50 EUR/m 200 m = 1.100 EUR

Die Preise gelten für einen Standard-Weidezaun mit 2 Querriegeln in der gebrauchten, überlappenden Bauweise. Bei 3 Riegeln (für Ziegen oder Pferde) erhöhen sich die Kosten entsprechend — unser Zaun-Rechner berechnet das automatisch.

Komplettpaket vs. Einzelkauf: Der Vergleich

Wann lohnt sich das Komplettpaket gegenüber dem Einzelkauf der Komponenten?

Beispiel: 100 Meter Schafzaun (2 Riegel, gebraucht überlappend)

Position Einzelkauf Komplettpaket
51 Pfähle × 2,50 EUR 127,50 EUR 600 EUR
(alles inklusive)
100 Querriegel × 4,00 EUR 400,00 EUR
SPAX-Schrauben ca. 40 EUR
Zuschnitt (Eigenleistung) 0 EUR (aber halber Tag Arbeit)
Summe ca. 568 EUR 600 EUR

Der reine Materialpreis im Einzelkauf ist ca. 30 EUR günstiger — aber Sie müssen selbst zuschneiden (halber Tag mit Kreissäge), selbst die richtige Schraubenmenge kalkulieren und alles einzeln bestellen. Die 32 EUR Aufpreis für das Komplettpaket sind de facto ein Zuschnitt-Service, der Ihnen Stunden spart.

Bei 200+ Metern verschiebt sich das Bild weiter zugunsten des Pakets: 200 m × 5,50 EUR = 1.100 EUR. Im Einzelkauf kommen Sie auf ca. 1.050–1.100 EUR — ohne Zuschnitt. Ab dieser Menge ist das Paket praktisch gleichpreisig, aber mit deutlich weniger Aufwand.

Praxis-Tipp: Wenn Sie und ein Nachbar beide Zäune brauchen, bestellen Sie gemeinsam. 120 Meter zusammen statt 60 + 60 einzeln bringt Sie von 6,50 EUR/m auf 6,00 EUR/m — das spart bei der Gesamtmenge schnell 60+ EUR.

Für wen ist das Komplettpaket gedacht?

So bestellen Sie ein Komplettpaket

  1. Zaunlänge messen: Messen Sie den geplanten Zaunverlauf. Ecken und Kurven mitzählen.
  2. Zaun-Rechner nutzen: Geben Sie Länge und Tierart in unseren Zaun-Rechner ein. Sie sehen sofort Material und Kosten für beide Bauweisen.
  3. Anfrage senden: Über den Rechner, per WhatsApp, Telefon oder Kontaktformular. Wir bestätigen Preis und Lieferzeitraum.
  4. Lieferung oder Abholung: Regional liefern wir direkt, deutschlandweit per Spedition. Abholung am Lager in Hollern-Twielenfleth jederzeit nach Absprache.

Beispielprojekt: 150 Meter Schafweide im Alten Land

Ein Kunde aus Jork brauchte einen Schafzaun für seine 150-Meter-Weide. So sah das Komplettpaket aus:

Was das Paket nicht enthält (und warum)

Fazit

Das Weidezaun Komplettpaket ist die stressfreiste Art, einen Zaun zu planen: Ein Preis pro Meter, alles dabei, kein Material-Rätsel. Besonders für Projekte ab 100 Metern stimmt auch der Preis — und der Zuschnitt-Service allein spart Ihnen einen halben Tag Arbeit. Nutzen Sie den Zaun-Rechner, um Ihr Projekt in 30 Sekunden durchzukalkulieren.

Anlieferung auf dem eigenen Grundstück

Ein Komplettpaket für mehrere hundert Meter Zaun kommt in der Regel per Spedition auf einer oder mehreren Paletten an, nicht als handliches Einzelpaket. Vor der Bestellung lohnt sich deshalb ein Blick auf die Zufahrt: Kann ein Lkw mit Anhänger das Grundstück erreichen, oder muss an einer engen Stelle umgeladen werden? Wer diese Frage vorab klärt, vermeidet, dass die Spedition am Liefertag vor einer Zufahrt steht, die für das Fahrzeug zu schmal oder zu wenig tragfähig ist.

Da Holzpfähle und Querriegel ein erhebliches Gewicht auf die Palette bringen, braucht es zum Abladen entweder eine Ladebordwand am Lkw, einen eigenen Hoflader oder ausreichend Personal, das die Ware von Hand abnimmt. Diese Frage sollte bei der Bestellung mit angegeben werden, damit die Spedition mit dem passenden Fahrzeug plant und am Liefertag keine Verzögerung entsteht, weil das Abladen nicht vorbereitet ist.

Bei weichem oder aufgeweichtem Untergrund, etwa nach längerem Regen, sollte die Ablagefläche für die Paletten vorher festgelegt und wenn nötig verdichtet oder mit Fahrplatten befahrbar gemacht werden. Sinkt der Lkw beim Rangieren ein, verzögert das nicht nur die eigene Lieferung, sondern unter Umständen auch die Termine anderer Kundinnen und Kunden auf derselben Tour. Eine kurze Absprache zum Zufahrtsweg und zur Ablagefläche vor dem Liefertermin erspart am Ende beiden Seiten unnötigen Aufwand.

Material richtig lagern, bis der Aufbau beginnt

Zwischen Lieferung und Aufbau vergehen häufig einige Tage, in denen das Material auf dem Grundstück zwischenlagern muss. Holzpfähle sollten dabei nicht direkt auf dem Boden liegen, sondern auf Kanthölzern oder Restpaletten aufgelegt werden, damit sie keine dauerhafte Feuchtigkeit von unten aufnehmen. Eine leichte Abdeckung, die Regen abhält, aber Luft zirkulieren lässt, verhindert Staunässe zwischen den einzelnen Pfählen besser als eine vollständig geschlossene Plane.

Schrauben, Beschläge und andere Kleinteile werden am besten getrennt vom Holz und trocken gelagert, etwa in einer Werkstatt oder einem Schuppen, statt auf der offenen Fläche neben den Pfählen. Wer die Kleinteile lose auf der Palette liegen lässt, verliert bei Wind oder beim Umsetzen der Palette erfahrungsgemäß einen Teil davon im Gras — und muss vor dem Aufbau erst mühsam nachzählen, ob wirklich alles vollständig ist.

Je länger die Zwischenlagerung dauert, desto wichtiger wird eine Stelle, die weder in einer Senke liegt, in der sich Wasser sammelt, noch direkt neben einer stark befahrenen Zufahrt, wo Fahrzeuge das Material versehentlich touchieren könnten. Ist absehbar, dass der Aufbau sich über mehrere Wochen verzögert, etwa weil andere Arbeiten auf dem Betrieb Vorrang haben, sollte die Lagerstelle diesem längeren Zeitraum standhalten und nicht nur für ein paar Tage gedacht sein.

Lagerung und Transport bis zur Baustelle

Ein Komplettpaket für einen längeren Weidezaun bringt einiges an Gewicht und Volumen mit sich – Pfähle, Riegel, Beschläge und Schrauben kommen zusammen auf ein beachtliches Ladungsgewicht. Wer die Lieferung nicht sofort verbauen kann, sollte vorab klären, wo das Material bis zum Aufbau trocken und sicher zwischengelagert werden kann. Feuchte Erde oder direkter Bodenkontakt über einen längeren Zeitraum kann besonders bei unbehandelten Schnittstellen zu vorzeitiger Feuchtigkeitsaufnahme führen.

Für den Transport vom Lagerplatz zur eigentlichen Zaunlinie lohnt sich eine kurze Vorplanung: Lange Pfähle lassen sich am besten mit einem Anhänger oder einer Schubkarre mit langer Ladefläche über größere Distanzen bewegen, während Riegel und Kleinteile sich in Kisten oder Eimern sortiert leichter verteilen lassen, ohne dass am Zielort erst nach den passenden Schrauben gesucht werden muss.

Bei unwegsamem Gelände, etwa auf feuchten Wiesen im Alten Land, sollte die Anlieferung möglichst nah an die spätere Zaunlinie erfolgen, statt das gesamte Material von einem zentralen Punkt aus über die ganze Weide zu tragen. Das spart insbesondere bei größeren Projekten mit langer Zaunlinie spürbar Arbeitszeit.

Wer die Lieferung in mehreren Etappen erhält, etwa weil sehr lange Pfähle separat angeliefert werden, sollte die Teillieferungen an einem gemeinsamen Ort zusammenführen, statt sie über das Grundstück verteilt zu lagern. Das erleichtert nicht nur die spätere Bestandskontrolle, sondern verhindert auch, dass einzelne Teile beim Aufbau schlicht übersehen werden.

Nachbestellung einzelner Komponenten

Auch beim sorgfältig kalkulierten Komplettpaket kommt es vor, dass einzelne Teile fehlen – sei es, weil sich die Zaunlinie während des Aufbaus noch verändert hat, weil ein Pfahl beim Setzen beschädigt wurde oder weil zusätzliche Meter dazukommen. In solchen Fällen lassen sich einzelne Komponenten des Pakets separat nachbestellen, ohne dass ein komplett neues Paket bestellt werden muss.

Damit die Nachbestellung reibungslos passt, hilft es, bei der ursprünglichen Bestellung die genauen Bezeichnungen der Komponenten zu notieren – etwa die Pfahllänge und -stärke sowie die Riegelanzahl. So lässt sich sicherstellen, dass nachbestelltes Material exakt zum bereits verbauten Zaun passt, statt optisch oder in der Belastbarkeit abzuweichen.

Bei größeren Abweichungen vom ursprünglichen Plan – etwa wenn sich die Gesamtlänge deutlich verändert oder eine andere Riegelanzahl gebraucht wird – lohnt sich ein kurzer Abgleich mit dem Zaun-Rechner, statt die zusätzliche Menge über den Daumen zu schätzen. So bleibt die Materialkalkulation auch bei nachträglichen Änderungen stimmig.

Wer regelmäßig Nachbestellungen für denselben Zaunabschnitt aufgibt, etwa weil ein Grundstück in mehreren Bauabschnitten eingezäunt wird, profitiert davon, alle bisherigen Bestellungen an einer Stelle zu sammeln – so lässt sich am Ende schnell nachvollziehen, wie viel Material insgesamt verbaut wurde, ohne einzelne Lieferscheine mühsam zusammensuchen zu müssen.

Pflege nach dem Aufbau: So hält der Zaun länger

Ein fertig aufgebauter Weidezaun braucht danach keine aufwendige, aber eine regelmäßige Kontrolle. Nach starkem Regen oder Frost-Tau-Wechseln sollte geprüft werden, ob Pfähle sich gelockert haben – besonders an Eckpunkten und Toren, wo die Zugbelastung am höchsten ist. Ein früh erkannter lockerer Pfahl lässt sich meist einfach nachschlagen, während ein über längere Zeit unbemerkt gelockerter Pfahl irgendwann komplett neu gesetzt werden muss.

Riegel und Latten sollten auf Risse und splitternde Stellen kontrolliert werden, vor allem dort, wo Tiere regelmäßig am Holz scheuern oder kauen. Kleinere Risse lassen sich häufig noch beobachten, während tiefere Risse, die bis ins Kernholz reichen, eher ausgetauscht werden sollten, bevor sie unter Belastung ganz brechen.

Metallteile wie Schrauben und Winkel sollten gelegentlich auf Rost und festen Sitz geprüft werden, insbesondere bei Zäunen in Küstennähe, wo die salzhaltige Luft die Korrosion beschleunigen kann. Wer den Zaun einmal jährlich komplett abläuft und dabei lockere Stellen direkt nachzieht, verhindert die meisten größeren Reparaturen, die sonst erst bei einem tatsächlichen Ausbruch von Tieren auffallen würden.

Wer den Zaun zusätzlich mit einer Elektrolitze kombiniert hat, sollte auch die Isolatoren regelmäßig auf Bewuchs und Beschädigung prüfen, da Gras und Kräuter im Sommer schnell an den Litzen anwachsen und die Wirkung des Stroms spürbar mindern können.

Auch die Umgebung des Zauns verdient einen Blick: Wächst Gras oder Gestrüpp direkt an den Pfählen hoch, hält es Feuchtigkeit länger am Holz und begünstigt Fäulnis an der Kontaktstelle zum Boden. Ein schmaler, freigehaltener Streifen entlang der Zaunlinie lässt Holz und Untergrund nach Regen schneller abtrocknen und verlängert dadurch spürbar die Lebensdauer der Pfähle.

Spätere Erweiterung: Wenn die Weidefläche wächst

Wächst die Weidefläche später über den ursprünglich geplanten Bereich hinaus, stellt sich die Frage, ob sich die Erweiterung nahtlos an das bestehende Komplettpaket anschließen lässt. Wichtig ist dabei, dass Pfahldurchmesser, Riegelanzahl und Bauweise der Nachbestellung zur bereits stehenden Zaunlinie passen — ein abweichender Durchmesser oder eine andere Anzahl an Querriegeln fällt optisch auf und kann an der Übergangsstelle zu einer sichtbar schwächeren Verbindung führen, wenn die Maße nicht exakt zueinander passen.

Wer eine spätere Erweiterung bereits beim ersten Kauf einplant, kann die Zaunlinie so anlegen, dass ein zusätzlicher Abschnitt später einfach angeschlossen wird, statt eine bestehende Ecke aufzubrechen und neu zu setzen. Ein sauberer Übergang gelingt am ehesten, wenn der letzte Pfahl der ersten Bauphase bereits als Eckpfahl ausgeführt wird, an dem sich später weiterbauen lässt, ohne die vorhandene Strecke anzutasten.

Da Holz je nach Charge und Lagerzeit in Farbe und Oberfläche leicht variieren kann, wirkt eine später nachbestellte Ergänzung selten vollständig einheitlich mit dem älteren Bestand. Wer optisch möglichst wenig Unterschied haben möchte, bestellt die Erweiterung eher früher als später nach, solange die ursprüngliche Charge noch nachlieferbar ist, statt Jahre zu warten, bis sich Holzfarbe und Verwitterungsgrad des Altbestands bereits deutlich verändert haben.

Vor einer Nachbestellung lohnt sich außerdem ein kurzer Blick auf die tatsächliche Stückzahl der bereits verbauten Pfähle und Riegel, statt aus der Erinnerung zu schätzen. Wer beim Aufbau notiert hat, wie viele Pfähle auf welcher Strecke verbaut wurden, kann die Erweiterung passgenau nachbestellen, ohne am Ende mit deutlich zu viel oder zu wenig Material dazustehen. Fehlt diese Notiz, hilft ein Abschreiten der neuen Strecke mit demselben Pfahlabstand wie beim ursprünglichen Aufbau, um die benötigte Menge realistisch abzuschätzen, bevor die Nachbestellung aufgegeben wird.

Häufige Fragen zum Komplettpaket

Was ist im Weidezaun Komplettpaket enthalten?
Pfähle (imprägniert), Querriegel (zugeschnitten), SPAX-Edelstahlschrauben und der Zuschnitt-Service. Alles außer Werkzeug und Ihre Arbeitskraft.
Was kostet das Komplettpaket pro Meter?
Ab 50 lfm: 6,50 EUR/m. Ab 100 lfm: 6,00 EUR/m. Ab 200 lfm: 5,50 EUR/m. Preise für Standard-Weidezaun mit 2 Riegeln.
Kann ich das Komplettpaket auch für Pferdezäune bestellen?
Ja. Wir passen das Paket an: dickere Pfähle, 3 Riegel, längere Pfähle. Der Zaun-Rechner kalkuliert den angepassten Meterpreis.
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