Jedes Mineralwasser-Etikett traegt Zahlen und Begriffe. Aber was davon ist relevant und was ist Marketing? Eine Anleitung zum Etikett-Lesen.
Was auf jedem Etikett stehen muss
In Deutschland sind folgende Angaben Pflicht: Bezeichnung (natuerliches Mineralwasser, Quellwasser etc.), Name der Quelle, Ort der Abfuellung, Mineralstoffe (in mg/L), MHD, Inhaltsmenge.
Zusaetzlich koennen Angaben wie pH-Wert, Haerte, Nitrat- und Fluoridgehalt stehen — diese sind aber nicht immer Pflicht.
Die wichtigsten Werte lesen
Marketing vs. Information
Manche Etikett-Aussagen sind informativ, manche sind Marketing. 'Aus tiefer Quelle' klingt gut, sagt aber nichts Messbares. 'pH 8,45' ist eine konkrete Produkteigenschaft. 'Belebt Koerper und Geist' ist ein Werbespruch ohne Substanz.
Achten Sie auf Zahlen, nicht auf Adjektive. Die Mineralstoff-Tabelle sagt mehr als der Slogan.
Woran erkennt man 'gutes' Wasser?
Es gibt kein objektiv 'gutes' Wasser — es gibt Wasser, das zu Ihren Beduerfnissen passt. Fuer natriumarme Ernaehrung: Na unter 20 mg/L. Fuer Calcium-Supplementierung: Ca ueber 150 mg/L. Fuer weichen Geschmack: hoher HCO3 und pH ueber 7,5.
Munzur hat laut Hersteller einen natuerlich hohen pH (8,45), was auf hohen Hydrogencarbonat-Gehalt hinweist. Die exakten Mineralstoffwerte stehen auf dem Etikett der Flasche.
Fazit
Etikett lesen ist keine Wissenschaft: Schauen Sie auf Calcium, Magnesium, Natrium und Hydrogencarbonat. Vergleichen Sie 2-3 Wasser. Entscheiden Sie nach Ihrem Bedarf und Geschmack — nicht nach dem Werbespruch.