Niedersachsen startet im Rahmen eines fünfjährigen Pilotprozesses die Zertifizierung nachhaltiger Waldbewirtschaftung. Die Niedersächsische Landesforsten planen, ihre landwirtschaftlichen Wälder auf das Nachhaltigkeitssiegel FSC (Forest Stewardship Council) zu zertifizieren.

Der Pilotprozess wird in den Forstämtern Lauterberg und Rotenburg sowie im niedersächsischen Teil des Nationalparks Harz durchgeführt. Als Zielpunkte der Zertifizierung sind unter anderem die Baumartenwahl, Erhaltung und Entwicklung ökologisch wertvoller Habitatstrukturen, Bodenschutz bei Befahrung und Holzernte sowie der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. Diese Maßnahmen sollen eine nachhaltigere und umweltgerechtere Waldbewirtschaftung fördern.

Ein unabhängiger Zertifizierungsprozess

Zur Umsetzung der FSC-Prinzipien wird zunächst eine Zertifizierungsgruppe gebildet. Anschließend übernimmt ein unabhängiges Zertifizierungsunternehmen die Bewertung der bisherigen Bewirtschaftungspraxis. Die Anpassungen im Hinblick auf die Vorgaben werden dann umgesetzt und regelmäßig nachgewiesen.

Förderung durch die Landesregierung

Die Niedersächsische Landesforst setzt mit der Zertifizierung einen neuen Standard ein, den auch andere Bundesländer bereits erfolgreich anwenden. Dabei ist die FSC-Zertifizierung in Niedersachsen besonders bedeutend, da sie eine nachhaltige Bewirtschaftung im Rahmen eines Pilotprozesses umsetzt.

Wissenschaftliche und Ökonomische Grundlage

Diese Zertifizierung unterstützt den Verwaltungsrat der Niedersächsischen Landesforsten in der Umsetzung einer Vereinbarung aus dem Koalitionsvertrag, wonach die FSC-Zertifizierung im Lande unterstützt werden soll. Durch das Umstellen auf umweltfreundlichere Praktiken erhöht sich die Nachfrage nach FSC-Holz auch bei verarbeitenden Firmen.

Einsatz in der Region

Die Pilotregionen Lauterberg, Rotenburg und der Harz-Niedersächsischer Teil werden nun belastbare Grundlagen schaffen. Diese zertifizierten Wälder bieten einen wertvollen Beitrag zur Nachhaltigkeit und können als Vorbild für weitere Regionen dienen.

Die FSC-Zertifizierung im Niedersächsischen Landeswald beinhaltet spezifische Anforderungen, darunter die Baumartenwahl (nachgewiesen durch umfassende Baumbestände), Erhaltung und Entwicklung ökologisch wertvoller Habitatstrukturen, Bodenschutz bei Befahrung und Holzernte sowie den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. Diese Maßnahmen sind regelmäßig nachzuviehen und dokumentieren.

Das Zertifizierungsverfahren setzt sich über mehrere Schritte hinweg fort. Zunächst wird die bisherige Bewirtschaftungspraxis aufbereitet, gefolgt von der Umsetzung neuer Maßnahmen im Hinblick auf die FSC-Vorgaben.

Die Forstministerin Miriam Staudte betont, dass mit dem Pilotprozess eine nachhaltigere und umweltgerechtere Waldbewirtschaftung auch nach außen sichtbarer gemacht werden soll. „Durch die Zertifizierung können wir den Nutzen der nachhaltigen Bewirtschaftung für unsere Region fundiert beweisen,“ hält sie inne.

Quelle: Niedersächsische Landesforsten, Pressemitteilung vom 18. Mai 2023

Was das für Verbraucher bedeutet

Die Zertifizierung nach dem FSC-Siegel trägt dazu bei, die Nachhaltigkeit der Holzgewinnung in Niedersachsen zu erhöhen und gleichzeitig den Bedarf an verantwortungsbewusst produziertem Holz in Regionen wie Niedersachsen zu erfüllen. Dies stellt Verbraucherinnen und Verbraucher in der Lage, aus heimischen Wäldern nachhaltig gewonnene Ressourcen zu nutzen.

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