Die Aironity GmbH aus Adelebsen im Landkreis Göttingen hat mit ihrer neuen Technologie den diesjährigen Klima‑Innovationspreis 2026 erhalten. Das Unternehmen, das erst 2025 gegründet wurde, entwickelte ein Verfahren zur elektrischen Abluftreinigung, das bisher von fossil betriebenen Anlagen für die thermische Nachverbrennung abgelöst werden kann (Nds. Umweltministerium).

Elektrische Abluftreinigung: Das Prinzip

Nach Angaben des Niedersächsischen Umweltministeriums ersetzt das Verfahren von Aironity die herkömmliche thermische Nachverbrennung, bei der fossiles Gas zum Abbau von organischen Verunreinigungen in industrieller Abluft eingesetzt wird. Stattdessen wird Strom verwendet, um die Abluft zu reinigen, wodurch der Energiebedarf um bis zu 95 % reduziert werden kann (Nds. Umweltministerium). Diese Reduktion ist insbesondere für energieintensive Branchen von Bedeutung, weil sie sowohl den Stromverbrauch als auch die CO₂‑Emissionen deutlich senkt.

Preisverleihung und Bewertung der Jury

Der Klima‑Innovationspreis wurde am Donnerstagabend im PS.SPEICHER in Einbeck verliehen. Umwelt‑ und Energieminister Christian Meyer würdigte die Auszeichnung als Beleg dafür, dass Innovation und Klimaschutz Hand in Hand gehen können. Er betonte, dass Aironitys Technologie den Energiebedarf bei der industriellen Abluftreinigung um bis zu 95 % reduzieren und fossiles Gas durch Strom ersetzen könne (Nds. Umweltministerium). Die Fachjury hob die industrielle Anwendungsbreite, die Skalierbarkeit der Technologie und das Potenzial zur deutlichen Reduzierung von Energieeinsatz und CO₂‑Emissionen hervor (Nds. Umweltministerium).

Wirtschaftliche und ökologische Auswirkungen

Laut Minister Meyer könne die Technologie von Aironity einen unmittelbar praxisrelevanten Beitrag zur Dekarbonisierung industrieller Abluftreinigung leisten. Durch den Ersatz fossiler Nachverbrennungsanlagen wird nicht nur der Ausstoß von Treibhausgasen reduziert, sondern auch die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern gesenkt, was langfristig Energiekosten für Unternehmen mindern kann (Nds. Umweltministerium). Die Jury bewertete das Verfahren positiv, weil es bereits jetzt in industriellen Prozessen eingesetzt werden kann und somit einen schnellen Beitrag zur Klimaneutralität der Industrie leisten würde (Nds. Umweltministerium).

Regionale Bedeutung für Niedersachsen

Die Auszeichnung unterstreicht das Innovationspotenzial Südniedersachsens. Das Land profitiert von der Ansiedlung hochmoderner, klimafreundlicher Unternehmen, die nicht nur regionale Wertschöpfung schaffen, sondern auch zu einer nachhaltigen Transformation der Wirtschaft beitragen (Nds. Umweltministerium). Die Wirtschaftsförderung der Region Göttingen‑Northeim GmbH war an der Preisverleihung beteiligt, was die enge Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und öffentlichen Institutionen in der Region verdeutlicht (Nds. Umweltministerium).

Was das für Verbraucher bedeutet

Für Verbraucherinnen und Verbraucher hat die Einführung der elektrischen Abluftreinigung indirekte, aber spürbare Konsequenzen. Durch die Reduktion von CO₂‑Emissionen und den geringeren Einsatz fossiler Energieträger wird die Luftqualität verbessert, was insbesondere in Industriegebieten zu weniger Feinstaub und geringeren Schadstoffbelastungen führen kann. Darüber hinaus können Unternehmen, die die Technologie von Aironity einsetzen, langfristig Energiekosten einsparen – ein Effekt, der sich potenziell in stabileren Preisen für Produkte aus der betroffenen Industrie niederschlagen kann. Der Schritt hin zu einer klimafreundlicheren Produktion unterstützt somit nicht nur die Erreichung der Klimaziele, sondern kann auch zu einem nachhaltigeren Lebensmittelangebot beitragen, weil weniger Treibhausgase in die Atmosphäre gelangen, die das Klima und damit Erntebedingungen beeinflussen.