In den letzten Wochen haben sich in Wolfsburg vermehrt Betrugsversuche gegen Zahnarztpraxen gezeigt. Nach Angaben der Polizei (NDR Niedersachsen) waren die meisten dieser Versuche jedoch nicht erfolgreich, weil das Praxispersonal misstrauisch reagierte. Die Masche folgt einem klaren Muster, das sowohl Patienten als auch Mitarbeitende in Alarmbereitschaft versetzt.
Ablauf der Betrugsmasche: angeblicher DHL‑Bote
Der Betrüger gibt sich als DHL‑Bote aus und erscheint in der Praxis, um angeblich bereits gespendetes Zahngold für einen gemeinnützigen Verein abzuholen. Wie die Polizei (NDR Niedersachsen) erklärt, erfolgt häufig ein vorheriger Anruf eines vermeintlichen Vereinsmitglieds, der die Abholung ankündigt. Dieses Vorgehen soll das Personal beruhigen und den Eindruck erwecken, die Übergabe sei autorisiert. In vielen Fällen jedoch prüfen die Mitarbeitenden die Identität des Boten und lehnen die Übergabe ab.
September‑Fall: 1.000 Euro Zahngold gestohlen
Ein einziger, jedoch besonders auffälliger Vorfall ereignete sich im September, als es den Betrügern tatsächlich gelang, Zahngold im Wert von 1.000 Euro zu entwenden. Die Polizei (NDR Niedersachsen) berichtete, dass die Täter das Gold nach dem üblichen Vorgehen abholten und es anschließend an den genannten gemeinnützigen Verein übergaben. Durch eine besonders genaue Personenbeschreibung konnten die Ermittler jedoch schnell zwei Tatverdächtige festnehmen, sodass das gestohlene Gold wieder an den Verein zurückgeführt werden konnte.
Reaktion von Zahnärztekammer Niedersachsen
Auf die wachsende Zahl von Betrugsversuchen hat die Zahnärztekammer Niedersachsen (NDR Niedersachsen) in Zusammenarbeit mit der Polizei Informationsmaterial für Praxen bereitgestellt. Ziel ist es, das Personal für die spezifischen Merkmale der Masche zu sensibilisieren und klare Handlungsanweisungen zu geben, wie im Falle eines angeblichen Boten vorzugehen ist. Die Kammer empfiehlt unter anderem, die Identität von Lieferdiensten stets telefonisch zu bestätigen und bei Unsicherheit die Übergabe des Zahngolds zu verweigern.
Erste Berichterstattung durch Wolfsburger Allgemeine Zeitung
Die ersten öffentlichen Hinweise auf die Betrugsmasche lieferte die Wolfsburger Allgemeine Zeitung (NDR Niedersachsen). In ihrer Meldung wurde bereits auf die Gefahr hingewiesen, dass Betrüger das Vertrauen von Praxispersonal ausnutzen, um an wertvolles Zahngold zu gelangen. Die Zeitung betonte, dass die Meldungen aus Polizeiquellen stammen und dass die Behörden aktiv an der Aufklärung arbeiten.
Was das für Verbraucher bedeutet
Für Patienten bedeutet die aktuelle Lage, dass sie bei der Spende von Zahngold besonders wachsam sein sollten. Wer Zahngold für einen gemeinnützigen Zweck übergeben möchte, sollte sicherstellen, dass die Übergabe direkt an den vereinbarten Empfänger erfolgt und nicht über Dritte, die sich als Kurier ausgeben. Praxisinhaber sollten ihre Mitarbeitenden schulen, verdächtige Anrufe und Lieferungen sofort zu prüfen und im Zweifel die Polizei zu informieren. Durch erhöhte Aufmerksamkeit kann das Risiko, dass Zahngold in die Hände von Betrügern gelangt, weiter reduziert werden.