Hannover – Das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz kritisiert die Entscheidung der Bundesregierung, die gesetzliche Grundlage für neue Ökoregelungen in der Weidehaltung zu streichen. Laut Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte bedeutet diese Maßnahme, dass wichtige Entwicklungsmöglichkeiten für die Milchviehhaltung abschneiden könnten (Quelle: nds. Landwirtschaftsministerium).
Die Ministerin betont, dass die Weidetierhaltung einen unverzichtbaren Beitrag für Klima-, Natur- und Tierschutz leistet und den Erhalt unserer Kulturlandschaften unterstützt. Staudte kritisiert, dass das Streichen dieser Ökoregelungen ein falsches Signal an die Betriebe sende (Quelle: nds. Landwirtschaftsministerium).
Niedersachsen setzt sich seit Langem dafür ein, die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) stärker an Umweltleistungen auszurichten und unterstützt insbesondere die Milchviehhaltung gezielt. Inzwischen werden mehr als 300.000 Hektar Grünland im Rahmen von Ökoregelungen in Niedersachsen gefördert (Quelle: nds. Landwirtschaftsministerium).
Sie fordert die Bundesregierung auf, ihre Pläne zu überdenken und sich klar zu einer zukunftsfähigen, wirtschaftlich tragfähigen Weidetierhaltung zu bekennen. Staudte betont: „Wer mehr Natur-, Klima- und Tierschutz auf dem Grünland will, muss die Leistungen der Weidetierhalterinnen und -halter angemessen honorieren“ (Quelle: nds. Landwirtschaftsministerium).
Das ML-Niedersachsen hat außerdem selbst Maßnahmen zur Verbesserung des Tierwohls eingeleitet, indem es die Sommerweidehaltung für Milchkühe fördert. Dies unterstützt Betriebe, die allen Milchkühen täglich mindestens sechs Stunden Weidezeit im Zeitraum vom 16. Mai bis einschließlich zum 15. September gewähren (Quelle: nds. Landwirtschaftsministerium).
Für Verbraucher bedeutet dies, dass die Bundesregierung mit dieser Entscheidung möglicherweise wichtige Umwelt- und Tierwohnschutzmaßnahmen für die Weidehaltung beeinträchtigen könnte. Es ist wichtig, dass die Regierung Maßnahmen ergreift, um sowohl den Klimaschutz als auch die wirtschaftliche Tragfähigkeit der Weidetierhaltung zu gewährleisten (Quelle: nds. Landwirtschaftsministerium).