Seit 2023 können Milcherzeuger in Niedersachsen und Hamburg ihre Milchkühe auf der Weide halten, um eine Fördernahme beantragen. Diese Förderung dient unter anderem dem Schutz des Klimas und der Umwelt (Quelle: LWK Niedersachsen Agrarförderung).
Für die Sommerweidehaltung von Milchkühen ist eine Anzahl von Bedingungen zu erfüllen. Die Milcherzeuger müssen mit Betriebssitz in Niedersachsen oder Hamburg agieren und den Antrag digital im Antragsmodul „ANDI“ stellen (Quelle: LWK Niedersachsen Agrarförderung).
Die Fördervoraussetzung ist, dass mindestens eine Kalbung vorhanden sein muss. Die Rassen der Milchkühe müssen in Anlage 1 der Richtlinie Sommerweide aufgeführt sein und der durchschnittliche Weidegang sollte zwischen dem 16. Mai und dem 15. September erfolgen (Quelle: LWK Niedersachsen Agrarförderung). Die Fördernahme beträgt jährlich seit dem Antragsjahr 2025 75 Euro pro Gras- oder Grünfutterfläche (GVE) unabhängig von der Bewirtsc.
Es ist wichtig, dass die Milchkühe mindestens sechs Stunden täglich auf der Weide verbringen. Je zuwendungsfähiger die Milchkuh, desto mehr Fläche muss zur Verfügung stehen – 0,2 ha Gras und/oder Grünfutterflächen (GOG) ohne Mais oder 0,1 ha Weidefläche mit ausdrücklicher Mahdnutzung (Quelle: LWK Niedersachsen Agrarförderung). Abweichungen vom täglichen Weidegang sind im Weidetagebuch zu dokumentieren. Bei Trockenstehern weniger als 14 Tage vor der Kalbung können Belegungslisten aus den LKV-Daten als Ausnahmedokumentation verwendet werden (Quelle: LWK Niedersachsen Agrarförderung).
Die Bewilligung und die Zahlung erfolgen nach Prüfung durch die zuständigen Bewilligungsstellen der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Die Fördernahme kann somit einen Beitrag zur verbesserten Tierhaltung und Umweltbewusstsein leisten (Quelle: LWK Niedersachsen Agrarförderung).
Dafür, dass Verbraucher qualitativere Lebensmittel aus ökologisch verantwortlichen Quellen erhalten, kann diese Förderung eine wichtige Rolle spielen. Die Sommerweidehaltung nicht nur verbessert den Gesundheitszustand der Tiere, sondern führt auch zur Verbesserung des Bodens und des Klimas (Quelle: LWK Niedersachsen Agrarförderung).