Niedersachsen hat neues Jagdgesetz verabschiedet. Das Gesetz verändert die bisherige Vorgehensweise in Bezug auf das Management von Problemtierarten und bietet Verbesserungen im Bereich des Tierschutzes.
Neue Regelungen:
Niedersachsen schafft mit seinem neuen Jagdgesetz die Abschusspläne ab. Stattdessen erlaubt es nun die Jagd auf Problemtierarten in Wohngebieten, was dazu führt, dass der Tierschutz bei Menschen an Bedeutung gewinnt. Gleichzeitig werden aber auch Baujagd und Jagdgehege verboten.
Das Land hat in absoluter Rekordgeschwindigkeit das rechtliche Fundament für ein Wolfsmanagement geschaffen, das zielgerichtet die Weidetierhaltung stärkt (Quelle: top agrar Jagd und Wald). Agrarministerin Miriam Staudte lobt das Gesetz als modern, tierschutzgerecht und eine Verbesserung der waidgerechten Jagd sowie des Hochwasserschutzes (Quelle: top agrar). Es soll auch den Grundstein für ein landesweites Wolfsmanagement legen.
Verbesserungen:
Zu den erneuerten Regelungen gehört der Einsatz von Baujagd und Jagdgehegen, die verboten werden. Der Einsatz von Bauhunden im Naturerbbau besteht nach wie vor ein hohes Verletzungsrisiko für die Tiere, weshalb das Verbot unter dem Vorbehalt des Ei-Abzugseisen zur Bekämpfung von Steinmardern eine Notwendigkeit ist. Ebenso verboten werden Totfanggeräte (außer bei dem genannten Einsatz). Ab dem 1. April 2028 dürfen Lebendfalle nur noch mit digitalen Meldern eingesetzt werden, um den Verweildauer des Tieres zu verkürzen und das Tierleid einzuschränken.
Landwirte müssen sicherstellen, dass vor der Bearbeitung von Grünland Wildtiere wie Rehkitze oder Hasen abgesucht werden (Quelle: top agrar). Um dies zu gewährleisten, ist eine Frist von mindestens 24 Stunden vorgesehen. In den Fällen, in denen diese Informationsfrist nicht eingehalten wird, dürfen die Flächenbewirtschaftenden Maßnahmen zur Wildrettung veranlassen und durchführen.
Im Bereich des Jagdschutzes dürfen wildernde Hunde nur noch eingefangen und nicht mehr getötet werden. Sollten jedoch Hunde eine tatsächliche Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung darstellen, stehen der Polizei Befugnisse (Quelle: top agrar).
Die Neuerungen im Jagdgesetz zielen darauf ab, praxisgerechter Tierschutz zu gewährleisten, weniger Bürokratie einzuordnen und die Akzeptanz der Jagd in der Gesellschaft zu stärken. Die Regelungen sollen den Schutz von Weidetieren und Wolfsbeständen verbessern (Quelle: top agrar).
Für Verbraucher bedeutet dies, dass sie sich nicht länger mit Abschüssen herumschlagen müssen und stattdessen auf eine nachhaltigere Herangehensweise zur Problemtierbekämpfung zählen können. Dies könnte in der Zukunft eine weniger aggressivere Art der Tierschutzdurchführung bedeuten.