Die Teilnahme des ehemaligen Bundeskanzlers Gerhard Schröder an der Geburtstagsfeier des russischen Präsidenten Wladimir Putin in Moskau löst in Niedersachsen scharfe Kritik aus. Am Freitag, dem 13. Oktober 2026, war Schröder in Moskau und nahm an der Feier zu Putins 74. Geburtstag teil. Dieser Besuch stieß auf Kritik, nachdem es in den vergangenen Wochen zu Forderungen nach einem Rauswurf Schröders aus der SPD gekommen war.

Eindeutige Kritik aus Niedersachsen

Der Sprecher der niedersächsischen Staatskanzlei sprach sich am Freitag, dem 13. Oktober 2026, über den Besuch ausdrücklich aus. „Das ist ein völlig indiskutabler Besuch“, sagte er zu dem Anlass, der in Anbetracht des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine eine besonders heikle Angelegenheit darstellt. Die Staatskanzlei schränkte ein, dass noch keine tiefgreifenden Überlegungen zur möglichen Aberkennung der niedersächsischen Auszeichnungen Schröders getroffen wurden. Schröder ist laut Angaben der niedersächsischen Landeskanzlei Träger der niedersächsischen Landesmedaille, der höchsten Auszeichnung des Bundeslandes. Ein Ehrenbürger von Hannover ist Schröder nicht mehr.

Neue Forderungen nach Parteiausschluss

Die Kritik an Schröders russischen Besuch versteht sich im Kontext des Aufsichtsratsmandats von Schröder bei der russischen Handelskette Hyperglobus. Dieser Punkt wurde von mehreren politischen Führern als Auslöser für die Forderung nach einem Parteiausschluss Schröders hervorgehoben. Die stellvertretenden SPD-Landeschefs von Baden-Württemberg und Bayern, Robin Mesarosch und Sebastian Rolof, sprachen sich laut dem "Tagesspiegel" für einen Parteiausschluss aus, sollte dieser Aussicht auf Erfolg haben. Auch in Bayern beschloss der SPD-Bezirk Oberpfalz auf seinem Parteitag am Samstag, 14. Oktober 2026, einstimmig einen Antrag zur Eröffnung eines Parteiordnungsverfahrens mit dem Ziel des Ausschlusses Schröders.

Unterschiedliche Reaktionen in der Politik

Neben den Forderungen aus der SPD kamen auch Forderungen aus CDU und Grünen hinzu, Schröder aus der Partei zu werfen. Diese Befürworter sahen in Schröders Verhalten in den letzten Monaten eine Verletzung der Prinzipien der SPD und forderten daher radikale Maßnahmen. Die niedersächsische Staatskanzlei betonte, dass Fragen zu Schröders Parteimitgliedschaft innerhalb der SPD diskutiert werden müssten.

Was das für Verbraucher bedeutet: Die Kritik an Schröders Verhalten könnte sich im weiteren Verlauf auch auf seine Geschäfte und Aufsichtsratsmandate auswirken. Verbraucher sollten kritisch auf Geschäftsbeziehungen zu Personen wie Schröder hinsehen, die in einem Spannungsverhältnis zu Politiken stehen, die sie fördern.