Die deutsche Säge- und Holzindustrie steht weiterhin unter erheblichem Druck. Die schwache Bauwirtschaft im In- und Ausland, hohe Rohstoffpreise und Handelshemmnisse haben zu einem Rückgang der Produktion und Beschäftigung geführt, kündigt der Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband (DeSH) in einer Bewertung an. Seit Jahresbeginn hat sich die wirtschaftliche Situation der Branche nochmals verschärft. Zunehmende Weltpolitische Spannungen und Handelshemmnisse belasten internationalen Absatz, was die Produktion weiter unter Druck setzt.
Niedrigste Produktion in zehn Jahren
Die Produktion der deutschen Holzindustrie hat 2025 auf den niedrigsten Stand der letzten zehn Jahre gefallen, warnen die Experten. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Produktion der heimischen Holzverarbeiter weiter um 10% gesunken, was die Holzindustrie in Deutschland zutiefst besorgt. Die wirtschaftliche Situation der Säge- und Holzindustrie könnte sich in den kommenden Monaten weiter verschlechtern, wenn sich die Rahmenbedingungen hierzulande nicht verbessern. Nach verbandsinternen Umfragen wird sich die Herstellung von Bauholz in Deutschland 2026 um weitere 9 bis 10% reduzieren. Dies führt nicht nur zu weniger Schichten und Kurzarbeit, sondern bedroht auch die regionale Wertschöpfung, Arbeitsplätze und die industrielle Holzverarbeitung in ländlichen Regionen.
Druck auf deutsches Standortkonzept
Die schwierigen Standortbedingungen belasten deutsche Unternehmen zusätzlich. Während sich die europäische Säge- und Holzindustrie durch Übernahmen konsolidiert, geraten deutsche Holzverarbeiter unter ständigen Druck. Die DeSH fordert daher einen Krisengipfel, um gemeinsam mit Politik und Wirtschaft eine Zukunftsstrategie für die Holzverarbeitung in Deutschland zu entwickeln. Eine Verbesserung der wettbewerbsfähigen Rahmenbedingungen innerhalb der EU und der internen Marktkonkurrenz ist notwendig, um die Produktion und Beschäftigung in Deutschland zu stärken.
Die Herausforderungen für die deutsche Säge- und Holzindustrie sind inzwischen so groß, dass sie einen umfassenden Ansatz erfordern. Der DeSH betont, dass die Branche in einem Krisenmodus ist und dringend Unterstützung durch Politik und Wirtschaft benötigt, um die wirtschaftliche Stabilität der Branche zu gewährleisten. Die Holzindustrie fordert daher die Regierung zu einer schnellen und konsequente Unterstützung durch Maßnahmen zur Reduzierung von Handelshemmnissen und Stabilisierung der Rohstoffpreise.
Was das für Verbraucher bedeutet
Die Schwächen in der deutschen Holzindustrie haben praktische Konsequenzen für den Verbraucher. Ein weiterer Rückgang der Produktion bedeutet möglicherweise höhere Preise für Holzprodukte und Holzproduktebauten. Es ist wichtig, dass Politik und Wirtschaft gemeinsam an einer Lösung arbeiten, um die Nachfrage nach Holzprodukten und die Beschäftigung in der Branche zu stärken. Verbraucher können die Holzindustrie unterstützen, indem sie lokal produzierte Holzprodukte bevorzugen und sich über die aktuelle Situation informieren. Eine Stabilisierung der Branche würde nicht nur den Verbrauchern zugutekommen, sondern auch den ländlichen Regionen und ihren Arbeitsplätzen.